Hallo Modelleisenbahner, hallo TCler.

(TC 7.0 Silver)

Es ist bereits viel an verschiedenen Stellen darüber geschrieben worden. Nun schreibe ich meine Erfahrung und Vorgehensweise beim Einmessen von Lokomotiven mit RailRoad&Co. TC 7.0 Silver nieder. Die Vorgehensweise kann auch für Gold übernommen werden.
Der Grund für meine Einmessvariante ist, dass zwar bei physisch vorhandenen Brems- und Haltemarkierungen alles funktioniert, doch beim Anhalten an virtuellen Punkten (verschobene Markierungen) es zu teils großen Toleranzen kommt.
Beim eigentlichen Einmessen sieht man auch manchmal, dass TC für die erste Vorwärtsfahrt mit der richtigen Fahrstufe wählt, doch die erste Rückwärtsfahrt mit einer höheren Fahrstufe begonnen wird.

95% meiner Anhaltstrecken (Bremsrampen) sind ca. 200-220 cm lang und um Toleranzen zu vermeiden messe ich auch in einem Block der diese Länge hat ein. Der Block besteht aus Halt-Brems-Haltmelder (Dauerkontakt). Dadurch ergibt es sich natürlich der HBF direkt vor meinen Augen, da sollte natürlich dann alles exakt bremsen bzw. halten. Ebenso wird die Ermittlung des Bremsausgleiches in diesem Block durchgeführt.

Voraussetzungen sind:

So, TC starten, Editiermodus einschalten, das Fenster Loks + Züge öffnen und eine Lok aussuchen (Eigenschaften aufrufen). Dann die Registerkarte "Antrieb" auswählen. Die Beschleunigung für das Einmessen auf max. 20% einstellen (bis 7.0 Silver C2), damit die Lok auch auf der kurzen Beschleunigungsstrecke auf Höchstgeschwindigkeit kommt. Dann den Button "Automatikbetrieb" anklicken und erweitertes Fine-Tuning aktivieren. Hier trägt man erstmal die Melder des Blockes ein in dem die Messung statt finden soll, die Länge der Messstrecke (mittlerer Melder) und einen Auslauf. Den Auslauf sollte man nicht zu kurz wählen, da ein ICE von 0 auf Höchstgeschwindigkeit schon etwas braucht.

Nun ermittle ich erstmal die eingestellte Höchstgeschwindigkeit des Decoders. Meine Loks sollen auch nur eine Höchstgeschwindigkeit wie im echten Leben haben. Diese macht man mit einer einmaligen Messung der höchsten Fahrstufe.

Wenn die Lok zu schnell ist, dann muss der Decoder entsprechend des verwendeten Digitalsystems neu eingestellt werden. Dieses wird so oft wiederholt, bis man ganz nahe an der gewünschten Höchstgeschwindigkeit heran ist. Diese km/h trage ich in der Registerkarte Antrieb ein. (Sollte der Decoder nicht so tief einstellbar sein, können wir das mit einem Trick beheben, das aber später.)

Nun wird die Kriechgeschwindigkeit eingestellt. Lok aufs Gleis, Tab Kriechgeschwindigkeit wählen und mit den Strg. + Pfeil Rechts Tasten die Stufen einzeln erhöhen bis die Lok langsam (nicht zu langsam) aber sauber ohne ruckeln vorwärts fährt. Abspeichern! Nun das gleiche rückwärts, aber drauf achten das der Wert gleich oder 1 höher (besser) ist. Sonst könnte die Lok beim einmessen eventuell bei der ersten Rückwärtsfahrt eine Decoder-Fahrstufe höher nehmen. Abspeichern nicht vergessen!

Das wichtigste ist nun erledigt und wir können nun zum kompletten Einmessen gehen. Wir stellen die Lok nun am Anfang der Einmessstrecke, wählen für die Messung die Option "Automatische Messung des gesamten Geschwindigkeitsprofils .." ein und starten.

Da meine Züge immer komplett zusammen bleiben, habe ich nun alle dazugehörigen Wagen angehangen. Jetzt habe ich bei höchster Fahrstufe die Geschwindigkeit im Lokführerstand kontrolliert und gegebenenfalls mit Erhöhung des Gewichtes auf der Registerkarte Allgemein auf meine gewollte Höchstgeschwindigkeit eingestellt. Nun kommt auch keine Fehlermeldung mehr von Dr.Railroad. Diese braucht man aber nur machen, wenn der Decoder sich nicht so tief einstellen lässt.

Nun noch den Bremsausgleich mit dem kompletten Zug vorwärts und rückwärts in meinem Hauptbahnhofsgleis eingestellt, so das der Zug ca. 5 cm vor dem Haltemelder in die Kriechfahrstufe geht.

Hinweis: Bei extrem langsam eingestellter Kriechgeschwindigkeit (Beispiel ca.35) kann es zu Ungenauigkeiten beim Halten an verschobenen Haltemarkierungen kommen. In diesem Fall die Kriechgeschwindigkeit soweit erhöhen bis es passt.